Der Krapfen: Woher kommt der Brauch zu Fasching?
Egal ob nun Fasching, Karneval oder Fastnacht, egal ob Feinschmecker oder ganz normaler Jeck, zu dieser Jahreszeit gehören fĂŒr fast alle Krapfen einfach dazu. Doch warum nehmen wir die sĂŒĂe Leckerei, die unter anderem auch Berliner oder Pfannkuchen genannt wird, ausgerechnet zur Faschingszeit zu uns?
Der Krapfen ist ein sehr altes GebĂ€ck. Bereits die alten Ăgypter und Römer kannten diese SpezialitĂ€t. Sie bestrichen sie in der Regel mit Honig und bestreuten sie mit Mohn. Das Wort Krapfen könnte sich von dem althochdeutschen Wort Kraffo, was soviel wie Kralle oder Haken bedeutet, ableiten und zeigt dass das GebĂ€ck frĂŒher nicht rund war. Die Mönche im Mittelalter leiteten davon das Wort Craphun ab. So manch einer ist aber auch davon ĂŒberzeugt, dass sich der Name von der österreichischen Hofratsköchin CĂ€cilie Krapf ableitet.
Warum der Krapfen in Notdeutschland Berliner heiĂt, geht angeblich auf eine Legende um das Jahr 1750 zurĂŒck. Ein Berliner ZuckerbĂ€cker machte sich nicht besonders gut als Kanonier im Krieg. So stellten ihn die Soldaten zum Backen ab. Er formte TeigstĂŒcke in Form von Kanonenkugeln und warf sie in Ermangelung eines Ofens in siedendes Fett. Von der Herkunft des BĂ€ckers soll der Name Berliner kommen.
Und warum essen wir sie ausgerechnet zu Karneval? Dies geht höchstwahrscheinlich auf das Mittelalter zurĂŒck, denn die Mönche aĂen die SpezialitĂ€t besonders gerne an den Festtagen vor der Fastenzeit.

Follower: 638
Fans: 107